Häufig gestellte Fragen

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Fragen zum Thema Trockenbau / Putz / WDVS

Wir möchten unser neues Haus im mediterranen Stil gestalten. Ecken und Leibungen sollen Innen und Aussen abgerundet sein, der Putz ebenfalls mediterran wirken. Was gibt es hier für Möglichkeiten?

Im Falle, dass die Wände noch nicht verputzt sind, gibt es verschiedene Möglichkeiten.
 
Var. 1:  Die Wände und Leibungen werden ohne Eckleisten verputzt, die Ecken „frei gestellt“ und mit verbürstet. Die Geradlinigkeit dieser Ecke hängt mehr oder weniger vom Geschick des ausführenden ab. Mehrkosten entstehen hier nicht oder nur in geringem Umfang. 
 
Var. 2:  Es gibt ausgerundete Drahtrichtwinkel. Diese werden vollständig überputzt, die Kante verläuft gerade, ist aber auch gebürstet und entspricht dem von Ihnen gewünschten „Touch“.  Auch hier sind nur geringe Mehrkosten gegenüber der Eckschienenposition zu erwarten.
 
Am besten für beide Varianten eine Ecke als Muster machen lassen. Dieses Muster dient dann als Referenz.
 
Auch für die geputzte Oberfläche sollte eine Musterfläche angelegt werden. Hier gibt es neben der Handschrift zusätzlich noch die Variante mit der Materialwahl. Gipsputz, Gipskalk, Kalk bzw. Kalkzementputz oder ein Lehmputz stehen zur Auswahl. Je nach Material und Körnigkeit ergeben sich unterschiedliche Oberflächen. 

Wie realisiere ich eine Wärmedämmung bei einer denkmalgeschützten Fassade?

Wenn an der Fassade keine Aussendämmung gewünscht ist oder aus historischen Gründen nicht möglich ist, bauliche, nachbarschaftliche oder sonstige Gegebenheiten ein WDVS verhindern, dann muss zur Innendämmung gegriffen werden. Im Trend sind dabei heute kapillar leitfähige, mineralische Dämmstoffe. Diese können sowohl als plastische Innendämmung (z.B. Dämmputze) oder aber auch als plattenartige Innendämmung (Perlite, Calziumsilikat, Porenschaum) verarbeitet werden. Dabei kann in aller Regel auf eine Dampfbremse hinter der Dämmschicht verzichtet werden, da das auftretende Tauwasser in den Poren und in aktiven Kleberschicht aufgenommen wird und bei entsprechenden Voraussetzungen wieder abtrocknen kann. Wichtig ist, dass hinter dem System keine gipshaltigen Baustoffe verbleiben dürfen, da diese die Rücktrocknung zu stark negativ beeinträchtigen. Bei plattenartigen Dämmstoffen ist ferner darauf zu achten, dass keine Hohlräume hinter den Platten entstehen, da die Gefahr einer erhöhten Feuchteansammlung durch Hinterströmung gegeben ist und damit einer Schimmelbildung Vorschub geleistet wird. Vor dem Einsatz von Innendämmungen sollte auf jeden Fall die gesamte Konstruktion feuchtetechnisch analysiert werden. Dabei wir auch die Feuchtebelastung durch Schlagregen von außen zu betrachten sein. Die Fassade darf von außen auf keinen Fall Feuchtig-keit aufnehmen.

In ihren Mitteilungen ist immer wieder von sorptionsfähigen Oberflächen die Rede. Diese sollen sehr atmungsaktiv sein.
Kann man diese Putze auch streichen?

Ja natürlich können diese Flächen auch gestrichen werden. Auch farbig. Hierzu sind jedoch diffusionsoffene und ins System passende Produkte zu verwenden. Wenn also Rotkalk von Knauf zur Anwendung kommt, dann muss auch die Rotkalk-Silikatfarbe verwendet werden.

Können Wände mit Rotkalkputz auch tapeziert werden?

Nein, denn dann entsteht eine Barriere. Die Luftschadstoffe und die erhöhte Luftfeuchte können nicht vom Putz aufgenommen werden. Es ist dafür Sorge zu tragen, dass genügend freie Putzfläche vorhanden ist. Also diese Wandflächen nicht zustellen oder verhängen.